Thursday, August 18, 2005

last report, all the way from the 16th floor of chungking mansion, kowloon, hong-kong

wo soll ich anfangen...ich sitze vor dem flimmernden bildschirm, ein croissant von delifrance (nein, eure augen teuschen euch nicht...es gibt sie wirklich...nach 2 monaten musste es einfach sein) im magen, eins neben mir, ein mangosaft und, unser "petit faible" seitdem wir in die naehe macaus gekommen sind, ein pastel di nata...portugisische spezialitaet, ein kleines toertchen...mmmmmmmh. all dies von manu serviert, denn heute war er an der reihe mit fruehstueckfischen...habe gerade mails von kanada, norwegen, kalifornien und maxico gelesen...und dennoch fuehrt kein weg um den gedanken herum, dass wir morgen mittag zurueck fliegen...(zweites croissant im magen)...gestern passierte wieder einmal so etwas unglaubliches... dem tipp (neue deutsche rechtschreibung) von pipo folgend gingen wir nach stanley, ein kleines dorf auf der suedseite von hongkong island, wo wir letzte einkaeufe auf dem markt machten, danach, zurueck in central, rollten wir auf der laengsten rolltreppe der welt - 800 m - eine gasse rauf, schlenderten durch den zoologischen garten und nahmen nas funiculaire rauf zum victoria peak...kurz nachdem wir unsere blicke ueber das fantastische wolkenkratzermeerpanorama streichen liessen, sahen wir jason...locker daherlaufend...jason ist einer der zwei amerikaner, mit denen wir in maoskau, im schatten der leninstatue am jaroslawer bahnhof, hackisack gespielt hatten...das war am 4. tag unserer reise, also vor 7 wochen, kurz bevor wir den zug nach irkutsk betraten...sie gingen einen anderen weg, nach wladiwostock, dann japan und so...und dann taucht doch tatsaechlich die fratze dieses americanomexikaners auf dem hoechsten punkt hongkongs auf...wir diskutierten eine ganze weile, tauschten reiseerfahrungen etc. es fing dann an zu regnen, so gingen wir wieder runter, zu ihrem hotel, wo mike wartete...sein blick sagte alles...er zeigte uns den film seiner speiseroehre und magens (eine malariatablette war in seinem hals steckengeblieben und verbrannte diese stelle...landete im spital, das ist der grund wieso sie ueberhaupt in HK waren) und dann luden sie uns zum nachtessen in einem malaysischen restaurant ein...klasse abend, lustige diskussionen...eines dieser unglaubliche ereignisse, dass das leben so suess macht...(pastel di nata weg vom fenster...klein aber weltklasse) das leben on the road ist auch suess...und so verliessen wir yangshuo vor einer woche, gingen nach guangzhou, eine ziemlich grosse stadt, die einem riesen supermarkt gleicht...geschaefte ueberall...und eine kleine insel - shamian dao - mit viel charme...doch das auslaufende chinavisuum zwang uns nach macau weiter zu reisen...lange eine portugisische kolonie (bis 1999) ist diese halbinsel 30 km suedlich von hongkong nun noch 50 jahre ein territorium mit spezieller regelung, wie auch hongkong, bevor beide vollstaendig zu china gehoeren werden...alle strassenschilder und werbungen sind in portugisisch, viele bauten im kolonialstil, chinesische touristen, casinos...und straende...denn wir waren nun am pazifik angekommen und genossen 2 tage am strand...(mangosaft ist geschichte)...und portugisische kueche...bacalhao, pastel di nata und viele andere leckereien aus den panaderias liessen wir uns schmecken..."la good life", quoi (yo, props to my homie K-maro)...trotz teilweise stuermischem wetter nahmen wir nach 3 tagen das boot (captain igloo style) nach hong-kong, wo uns jaimie erwartete, dieser verrueckte devilstickjongleur aus schottland...denn kein boot wollte ihn in shanghai an bord lassen und so trafen wir ihn nach 4 wochen wieder...fuer einen nachmittag...er nun schon nach taiwan weitergeflogen...fuer uns hiess es hong-kong zu erforschen...parks, swimmingpool, wolkenkratzer, shopping, wokenkratzer...und shopping...und wolkenkratzer...und auch shopping und hochhaeuser...und wolkenkratzer (etc.)...you get the picture...wir liessen uns, wie die meisten budget-travellers (mit 2 L!), im haesslichsten hochhaus im umkreis von kilometern nieder...es traegt den taeuschenden namen "chungking mansion" und befindet sich mitten in kowloon, der am dichtesten besiedelte stadtteil der welt...es wimmelt nur so von indern, pakistani, ghanaern, philippinos...16 stoecke, 6 lifte, 80 herbergen, hunderte von menschen...mansion madness...und so folgten wir einem "rabatteur" zum "pakistan mess"...ich verstehe heute noch nicht, wieso wir dort blieben und 4 naechte bezahlten...wir waren in einem doppelzimmer das roch, wie der rest der raeume, es hatte haare im bett (die 10 wandelers, die vor einigen jahren im "hotel aladin" in new york waren moegen sich an dieser stelle erinnern), ein fenster war mit carton geflickt, die einzige telefonlinie der unterkunft verlief quer durch unser zimmer, an die mauer gescotcht...die betten waren holzbretter mit einer minimalen matraze (etwas 10 cm dick), der klodeckel fiel nach einer stunde runter, es hatte keine duschbrause (einfach ein schlauch), das waschbecken war nicht dicht und beim fernseher musste man mit einem eyeliner (zu diesem zweck schon dort liegend, AdR) in vier loecher stochern, um lautstaerke oder kanal zu wechseln...9 quadratmeter paradies auf erden! wir sahen uns um und fanden eine klasse herberge im 16. stock...doch der alte pakistani wollte nichts wissen..."booked is booked...money no back...if you want you can go"...tja, ich musste mich ganz schoen ins zeug legen, bis er uns das geld fuer 2 naechte zurueckgab...so zogen wir gestern um, und das traveller's guesthouse erscheint uns weltklasse...das ende unserer reise ist in sicheren haenden, der letzte tag wird genossen werden...denn im nu sind wir wieder zuhause...es war schoen, es war bunt, es war neu, es war erstaunlich...es war weltklasse!

Tuesday, August 09, 2005

yangshuo - backpacker's paradise

reusper, reusper...wir sind wieder ein stueck weiter oestlich gelandet, in yangshuo...dieses kleine staedtchen hat den ruf das "backpacker's paradise" von china zu sein...es ist wirklich wunderschoen, inmitten einer sehr laendlichen region, hunderter steinhuegel und dreier fluesse gelegen...der ort selber ist auch klasse, viele kleine gemuetliche bars, kleine geschaefte, die sonne scheint jeden tag (trotzdem noch sehr feucht)...doch so viele touristen...zu viele fuer meinen geschmack...zum relaxen perfekt, doch wir mieteten fast jeden tag fahrraeder, um die umgebung zu erkundigen. manu ist momentan ziemlich erkaeltet, was durch sein husten nicht nur meine (natuerlich auch seine) naechte kurz macht, sonder bedingte, dass ich etwas solo unterwegs war...war ganz toll, ich erklomm einige huegel, der hoechste traegt den namen moon hill, weil er ein loch in mondform hat...doch die fantastische aussicht von der spitze war das schweisstreibende fahrradfahren und treppensteigen (1290 stueck) 1000mal wert...reisfelder, kleine doerfchen, mehr huegel, das ganze in klaren sonnenlicht getraenkt, auf himmelblauem hintergrund...ich genoss ein chinesisches picknick und machte mich dann auf den weg zu den sogenannten wasserhoehlen...mit helm und lampe ging es etwas 2 stunden durch unzaehlige hoehlengaenge, natuerlich zahlreiche tropfsteinformationen, die an irgendetwas erinnerten (zum beispiel ein baer der ein fisch kuesst...o.k., wenn man sich muehe gibt)...hoehepunkt war jedoch das schlammbad...wie ein kleines kind waelzte ich mich im dreckpool, schlittelte kleine rutschbahnen runter...ein wenig woodstockschlammschlachtstyle (waere was fuer googlecrusherpopnshitzumgringbeuh...froedi, quoi!) als wir schlussendlich den ausgang gefunden hatten, mussten wir um den berg laufen, den wir durquert hatten, wobei der schlamm trocknete und ich ein wenig wie ein aborigine aussah...ein paar pirouetten im washbecken, eine promenade durch reisfelder und ein paar kilometer velo spaeter kam ich wieder nach yangshuo. gestern war manu dann wieder mit von der partie und wir machten nochmals eine riesen velotour...badeten im drachenfluss...gemuetlich. in diesem staedtchen haben wir uns auch das 2. mal massieren lassen...nach der chinesischen massage in chengdu (ziemlich hart, aber klasse...hatte was von osteopathie) wollten wir die ganzkoerperoelmassage ausprobieren...aber sanft ist anders...du fuehlst dich dennoch relaxed nach der session...heute ist chillen angesagt, denn morgen geht es weiter nach guangzhou (8 h bus), ganz in der naehe von hong-kong...

Tuesday, August 02, 2005

dear sun, come in my life again...

nein, nicht zweiten grades interpretieren...ganz simpel, wortwoertlich...(kleines augenzwinkern an fjj) die sonne scheint einfach nicht, hier in chengdu...wir sind seit 5 tagen in dieser riesenstadt (11 millionen) und noch 2 weitere naechte weren wir hier verbringen, bis wir einen liegebus (sleeperetten) in den suedosten, nach guilin, catchen werden...also machen wir es uns gemuetlich, was in sim's cozy guesthouse nicht ein grosses problem darstellt. wohl die gemuetlichste herberge, die wir bis jetzt gesehen haben...viele interessante und reiselustige leute, ping-pong, eine gute kueche, gute musik (ich hab zum ersten mal seit fast 7 wochen jack johnson gehoert...war klasse), netter innenhof und so...einziger da(e)mpfer ist das wetter...bewoelkt und feucht, seitdem wir angekommen sind, natuerlich keine klimaanlage im zimmer...und moskitos...ich will mich aber nicht beklagen, da manu fast 5mal soviele stiche wie ich abbekommen hat. die stadt selber ist nicht der wahnsin...eher scheisse (...langweilige grossstadt), doch wir haben einiges ausserhalb der stadt unternommen: den weltweit groesste buddha dieser art haben wir in leshan gesehen...86 m gross...auch die riesenpandas gingen wir beschauen, was ziemlich niedlich war...es gibt blos noch 1000 ihrer art weltweit...ein anderes highlight war die sichuan oper...eine art zirkus mit verschiedenen sichuaner spezialitaeten (sichuan ist die provinz chinas, in der sich chengdu befindet), darunter ein schattenspiel (unglaublich!), ein meister eines tranditionellen chinesischen streichinstruments, clowns, "changing faces", puppenspiel u.v.m. wir hatten das glueck in der ersten reihe sitzen zu duerfen (weil der saal nicht voll ausgebucht war), snackten erdnuesse und schluerften yasmintee waerend der ganzen show...ansonsten machten wir unsere uebliche velotour, wieder mal dem kanal entlang...es gibt zum glueck viel zu tun und so ist es nicht so schlimm, dass der bus erst uebermorgen abfaehrt. heute waren wir, man hoere und staune, in einem carrefour-kaufhaus, erhofften uns etwas guten kaese...unsere traeume platzen, doch wir troesteten uns mit einer baguette und einer flasche rotwein...gestern war ja auch noch 1. august...leider gibt es in chengdu kein schweizer konsulat, wo wir ein gratis festmal haetten ergattern koennen...so gingen wir, helvetisch klassisch...indisch essen...eher sollte man das "den ranzen vollschlagen" nennen...uebervoll stuerzten wir ein letztes bierchen und ich legte mich, ohne feuerwerk und ohne champagner, schon frueh schlafen, waehrend manu noch mit ein paar leuten diskutierte...ich fuehlewie dieser trip langsam dem ende zugeht...zwar immer noch ueber 2 wochen und eine menge interessante dinge zu sehen, aber die tatsache, dass wir uns nun nach osten, gegen hong-kong orientieren und die tage berechnen muessen, riecht nach schluss, nach rueckkehr...es erscheint, wie bei jeder grossen reise, als waere man erst gerade weggegangen, doch man hat schon so viel erlebt...ihr kennt das ja.aber wir werden esuns noch gut gehen lassen und gemuetlich unseren weg nach hong-kong in angriff nehemen, hoffentlich mit einigen sonnenstrahlen...machts gut, bis nai!