Thursday, August 18, 2005

last report, all the way from the 16th floor of chungking mansion, kowloon, hong-kong

wo soll ich anfangen...ich sitze vor dem flimmernden bildschirm, ein croissant von delifrance (nein, eure augen teuschen euch nicht...es gibt sie wirklich...nach 2 monaten musste es einfach sein) im magen, eins neben mir, ein mangosaft und, unser "petit faible" seitdem wir in die naehe macaus gekommen sind, ein pastel di nata...portugisische spezialitaet, ein kleines toertchen...mmmmmmmh. all dies von manu serviert, denn heute war er an der reihe mit fruehstueckfischen...habe gerade mails von kanada, norwegen, kalifornien und maxico gelesen...und dennoch fuehrt kein weg um den gedanken herum, dass wir morgen mittag zurueck fliegen...(zweites croissant im magen)...gestern passierte wieder einmal so etwas unglaubliches... dem tipp (neue deutsche rechtschreibung) von pipo folgend gingen wir nach stanley, ein kleines dorf auf der suedseite von hongkong island, wo wir letzte einkaeufe auf dem markt machten, danach, zurueck in central, rollten wir auf der laengsten rolltreppe der welt - 800 m - eine gasse rauf, schlenderten durch den zoologischen garten und nahmen nas funiculaire rauf zum victoria peak...kurz nachdem wir unsere blicke ueber das fantastische wolkenkratzermeerpanorama streichen liessen, sahen wir jason...locker daherlaufend...jason ist einer der zwei amerikaner, mit denen wir in maoskau, im schatten der leninstatue am jaroslawer bahnhof, hackisack gespielt hatten...das war am 4. tag unserer reise, also vor 7 wochen, kurz bevor wir den zug nach irkutsk betraten...sie gingen einen anderen weg, nach wladiwostock, dann japan und so...und dann taucht doch tatsaechlich die fratze dieses americanomexikaners auf dem hoechsten punkt hongkongs auf...wir diskutierten eine ganze weile, tauschten reiseerfahrungen etc. es fing dann an zu regnen, so gingen wir wieder runter, zu ihrem hotel, wo mike wartete...sein blick sagte alles...er zeigte uns den film seiner speiseroehre und magens (eine malariatablette war in seinem hals steckengeblieben und verbrannte diese stelle...landete im spital, das ist der grund wieso sie ueberhaupt in HK waren) und dann luden sie uns zum nachtessen in einem malaysischen restaurant ein...klasse abend, lustige diskussionen...eines dieser unglaubliche ereignisse, dass das leben so suess macht...(pastel di nata weg vom fenster...klein aber weltklasse) das leben on the road ist auch suess...und so verliessen wir yangshuo vor einer woche, gingen nach guangzhou, eine ziemlich grosse stadt, die einem riesen supermarkt gleicht...geschaefte ueberall...und eine kleine insel - shamian dao - mit viel charme...doch das auslaufende chinavisuum zwang uns nach macau weiter zu reisen...lange eine portugisische kolonie (bis 1999) ist diese halbinsel 30 km suedlich von hongkong nun noch 50 jahre ein territorium mit spezieller regelung, wie auch hongkong, bevor beide vollstaendig zu china gehoeren werden...alle strassenschilder und werbungen sind in portugisisch, viele bauten im kolonialstil, chinesische touristen, casinos...und straende...denn wir waren nun am pazifik angekommen und genossen 2 tage am strand...(mangosaft ist geschichte)...und portugisische kueche...bacalhao, pastel di nata und viele andere leckereien aus den panaderias liessen wir uns schmecken..."la good life", quoi (yo, props to my homie K-maro)...trotz teilweise stuermischem wetter nahmen wir nach 3 tagen das boot (captain igloo style) nach hong-kong, wo uns jaimie erwartete, dieser verrueckte devilstickjongleur aus schottland...denn kein boot wollte ihn in shanghai an bord lassen und so trafen wir ihn nach 4 wochen wieder...fuer einen nachmittag...er nun schon nach taiwan weitergeflogen...fuer uns hiess es hong-kong zu erforschen...parks, swimmingpool, wolkenkratzer, shopping, wokenkratzer...und shopping...und wolkenkratzer...und auch shopping und hochhaeuser...und wolkenkratzer (etc.)...you get the picture...wir liessen uns, wie die meisten budget-travellers (mit 2 L!), im haesslichsten hochhaus im umkreis von kilometern nieder...es traegt den taeuschenden namen "chungking mansion" und befindet sich mitten in kowloon, der am dichtesten besiedelte stadtteil der welt...es wimmelt nur so von indern, pakistani, ghanaern, philippinos...16 stoecke, 6 lifte, 80 herbergen, hunderte von menschen...mansion madness...und so folgten wir einem "rabatteur" zum "pakistan mess"...ich verstehe heute noch nicht, wieso wir dort blieben und 4 naechte bezahlten...wir waren in einem doppelzimmer das roch, wie der rest der raeume, es hatte haare im bett (die 10 wandelers, die vor einigen jahren im "hotel aladin" in new york waren moegen sich an dieser stelle erinnern), ein fenster war mit carton geflickt, die einzige telefonlinie der unterkunft verlief quer durch unser zimmer, an die mauer gescotcht...die betten waren holzbretter mit einer minimalen matraze (etwas 10 cm dick), der klodeckel fiel nach einer stunde runter, es hatte keine duschbrause (einfach ein schlauch), das waschbecken war nicht dicht und beim fernseher musste man mit einem eyeliner (zu diesem zweck schon dort liegend, AdR) in vier loecher stochern, um lautstaerke oder kanal zu wechseln...9 quadratmeter paradies auf erden! wir sahen uns um und fanden eine klasse herberge im 16. stock...doch der alte pakistani wollte nichts wissen..."booked is booked...money no back...if you want you can go"...tja, ich musste mich ganz schoen ins zeug legen, bis er uns das geld fuer 2 naechte zurueckgab...so zogen wir gestern um, und das traveller's guesthouse erscheint uns weltklasse...das ende unserer reise ist in sicheren haenden, der letzte tag wird genossen werden...denn im nu sind wir wieder zuhause...es war schoen, es war bunt, es war neu, es war erstaunlich...es war weltklasse!

Tuesday, August 09, 2005

yangshuo - backpacker's paradise

reusper, reusper...wir sind wieder ein stueck weiter oestlich gelandet, in yangshuo...dieses kleine staedtchen hat den ruf das "backpacker's paradise" von china zu sein...es ist wirklich wunderschoen, inmitten einer sehr laendlichen region, hunderter steinhuegel und dreier fluesse gelegen...der ort selber ist auch klasse, viele kleine gemuetliche bars, kleine geschaefte, die sonne scheint jeden tag (trotzdem noch sehr feucht)...doch so viele touristen...zu viele fuer meinen geschmack...zum relaxen perfekt, doch wir mieteten fast jeden tag fahrraeder, um die umgebung zu erkundigen. manu ist momentan ziemlich erkaeltet, was durch sein husten nicht nur meine (natuerlich auch seine) naechte kurz macht, sonder bedingte, dass ich etwas solo unterwegs war...war ganz toll, ich erklomm einige huegel, der hoechste traegt den namen moon hill, weil er ein loch in mondform hat...doch die fantastische aussicht von der spitze war das schweisstreibende fahrradfahren und treppensteigen (1290 stueck) 1000mal wert...reisfelder, kleine doerfchen, mehr huegel, das ganze in klaren sonnenlicht getraenkt, auf himmelblauem hintergrund...ich genoss ein chinesisches picknick und machte mich dann auf den weg zu den sogenannten wasserhoehlen...mit helm und lampe ging es etwas 2 stunden durch unzaehlige hoehlengaenge, natuerlich zahlreiche tropfsteinformationen, die an irgendetwas erinnerten (zum beispiel ein baer der ein fisch kuesst...o.k., wenn man sich muehe gibt)...hoehepunkt war jedoch das schlammbad...wie ein kleines kind waelzte ich mich im dreckpool, schlittelte kleine rutschbahnen runter...ein wenig woodstockschlammschlachtstyle (waere was fuer googlecrusherpopnshitzumgringbeuh...froedi, quoi!) als wir schlussendlich den ausgang gefunden hatten, mussten wir um den berg laufen, den wir durquert hatten, wobei der schlamm trocknete und ich ein wenig wie ein aborigine aussah...ein paar pirouetten im washbecken, eine promenade durch reisfelder und ein paar kilometer velo spaeter kam ich wieder nach yangshuo. gestern war manu dann wieder mit von der partie und wir machten nochmals eine riesen velotour...badeten im drachenfluss...gemuetlich. in diesem staedtchen haben wir uns auch das 2. mal massieren lassen...nach der chinesischen massage in chengdu (ziemlich hart, aber klasse...hatte was von osteopathie) wollten wir die ganzkoerperoelmassage ausprobieren...aber sanft ist anders...du fuehlst dich dennoch relaxed nach der session...heute ist chillen angesagt, denn morgen geht es weiter nach guangzhou (8 h bus), ganz in der naehe von hong-kong...

Tuesday, August 02, 2005

dear sun, come in my life again...

nein, nicht zweiten grades interpretieren...ganz simpel, wortwoertlich...(kleines augenzwinkern an fjj) die sonne scheint einfach nicht, hier in chengdu...wir sind seit 5 tagen in dieser riesenstadt (11 millionen) und noch 2 weitere naechte weren wir hier verbringen, bis wir einen liegebus (sleeperetten) in den suedosten, nach guilin, catchen werden...also machen wir es uns gemuetlich, was in sim's cozy guesthouse nicht ein grosses problem darstellt. wohl die gemuetlichste herberge, die wir bis jetzt gesehen haben...viele interessante und reiselustige leute, ping-pong, eine gute kueche, gute musik (ich hab zum ersten mal seit fast 7 wochen jack johnson gehoert...war klasse), netter innenhof und so...einziger da(e)mpfer ist das wetter...bewoelkt und feucht, seitdem wir angekommen sind, natuerlich keine klimaanlage im zimmer...und moskitos...ich will mich aber nicht beklagen, da manu fast 5mal soviele stiche wie ich abbekommen hat. die stadt selber ist nicht der wahnsin...eher scheisse (...langweilige grossstadt), doch wir haben einiges ausserhalb der stadt unternommen: den weltweit groesste buddha dieser art haben wir in leshan gesehen...86 m gross...auch die riesenpandas gingen wir beschauen, was ziemlich niedlich war...es gibt blos noch 1000 ihrer art weltweit...ein anderes highlight war die sichuan oper...eine art zirkus mit verschiedenen sichuaner spezialitaeten (sichuan ist die provinz chinas, in der sich chengdu befindet), darunter ein schattenspiel (unglaublich!), ein meister eines tranditionellen chinesischen streichinstruments, clowns, "changing faces", puppenspiel u.v.m. wir hatten das glueck in der ersten reihe sitzen zu duerfen (weil der saal nicht voll ausgebucht war), snackten erdnuesse und schluerften yasmintee waerend der ganzen show...ansonsten machten wir unsere uebliche velotour, wieder mal dem kanal entlang...es gibt zum glueck viel zu tun und so ist es nicht so schlimm, dass der bus erst uebermorgen abfaehrt. heute waren wir, man hoere und staune, in einem carrefour-kaufhaus, erhofften uns etwas guten kaese...unsere traeume platzen, doch wir troesteten uns mit einer baguette und einer flasche rotwein...gestern war ja auch noch 1. august...leider gibt es in chengdu kein schweizer konsulat, wo wir ein gratis festmal haetten ergattern koennen...so gingen wir, helvetisch klassisch...indisch essen...eher sollte man das "den ranzen vollschlagen" nennen...uebervoll stuerzten wir ein letztes bierchen und ich legte mich, ohne feuerwerk und ohne champagner, schon frueh schlafen, waehrend manu noch mit ein paar leuten diskutierte...ich fuehlewie dieser trip langsam dem ende zugeht...zwar immer noch ueber 2 wochen und eine menge interessante dinge zu sehen, aber die tatsache, dass wir uns nun nach osten, gegen hong-kong orientieren und die tage berechnen muessen, riecht nach schluss, nach rueckkehr...es erscheint, wie bei jeder grossen reise, als waere man erst gerade weggegangen, doch man hat schon so viel erlebt...ihr kennt das ja.aber wir werden esuns noch gut gehen lassen und gemuetlich unseren weg nach hong-kong in angriff nehemen, hoffentlich mit einigen sonnenstrahlen...machts gut, bis nai!

Thursday, July 28, 2005

komm wir fahren gegen sueden...

diese woche ist wieder im flug vergangen...wir verliessen peking also auf diesen sogenannten hard seats, d.h. 4. klasse...man stelle sich ein ganz normaler bummler vor, dann doppelt so viele, spukende, rauchende, schnarchende und ueberall schlafende (auf dem klo, auf dem waschbecken, am boden...ueberall!) chinesen. folklore, ich sag's euch. aber weltklasse. eine chinesische studentin sprach uns an und wir sprachen eine ganze weile ueber china und anderes...als die nacht kam, probierten wir zu schlafen, was mehr oder weniger gelang...man verliert irgendwie das zeitgefuehl...bin auf einmal aufgewacht, den kopf in lichischalen...sun, ein anderer chinese den wir getroffen haben, stieg um 3 uhr morgens aus und kam mich wecken, damit ich in seiner couchette schlafen konnte...und entschuldigte sich noch mich zu stoeren...unglaublich! ich liess also manu in der 4. klasse und ging kraeftig pennen...nach einer ziemlich langen busfahrt kamen wir in pingyao an. dieses staedchen ist eine der am besten erhaltenen staedte der ming-dinastie, hat eine sehr schoene stadtmauer, keine autos und steht unter unesco-kulturschutz...wir genossen 3 tage in diesem verschlafenen oertchen, wo es um einiges kuehler als in der hauptstadt war...rumradeln, openair billard spielen mit einheimischen (eine frau neben mir hoertgerade "vangelis"-style-musik...aaaaah! a.d.r.), karten und backfammon spielen...chillen, wie man das im jargon so sagt. unsere reise fuehrte weiter (diesmal in 3. kl., also liegewagen) nach xi'an, wo wir die letzten 4 tage verbracht haben...vor allem bekannt, seitdem ein bauer 1976 eine ganze unterirdische armee aus terra-cotta fand, als er ein brunnenloch ausgrub...ziemlich beeindruckend, was sich der herr qing sich da fuer eine armee machen liess, damit sie ihn nach seinem tod schuetzen kann...das hostel ist auch klasse, ganz viele tolle leute kennengelernt...sie machen auch ein europaeisches fruehstueck...und wir muessen gestehen, dass wir uns seit pingyao jeden morgen ein solches goennen. chinesen essen einfach das slebe morgens, mittags und abends...aber es ist nicht so, dass wir mit chinesischem food auf kriegsfuss stehen...ganz koestlich, was die da kochen, aber ab und zu ein break kommt gelegen. wir besuchten auch das moslemquartier von xi'an, mit der grossen moschee...ganz schoen, ein klasse krimskramsmarkt...erstaunlich, wie sehr ich diese religion mit einem erdteil in verbindung gesetzt habe...und auf einmal siehst du chinesen mit traditioneller muslimischer kleidung. speziell. auch kebab verkauften sie, aber irgendwie mit tofu oder so...wir haben's nicht probiert. heute nachmittag geht's weiter nach chengdu. mann haette annehmen koennen, dass wir aus unseren fehlern gelernt haben, aber nein...wir werden diesmal nicht 10 sonder satte 16 stunden in der 4. klasse verbringen...wir freuen uns drauf...eeeeeeuh, nein, nicht wirklich. aber es war auch ganz guenstig. aber wenn es was anderes zur auswahl gegeben haette...wir haetten etwas gezoegert. ein franzoesisches paerchen hat uns gestern viel von chengdu und yangshuo erzaehlt...es scheint wunderbar zu sein...und da gehen wir jetzt hin...machts gut, bis nai...

Thursday, July 21, 2005

byebyebeijing

die letzten beiden tage waren fuer mich wohl von den schoensten, seitdem wir die schweiz verlassen haben...vorgestern haben wir mit jamie und manu fahrraeder gemietet und sind in der ganzen stad rumgeradelt...quer durch hutongs, dem kanal entlang, doch auch auf hauptschlagadern des pekinger verkehrs...eine ganz andere art, diese stadt kennenzulernen...und ein angenehmer wind, der um die ohren und ins gesicht blaest...am abend mussten wir leider von miriam, koen und jamie abschied nehmen...es war schoen sie hier noch einmal zu treffen...bis um 2 uhr morgens tranken wir tsingtaos im innenhof eines cafes und sprachen ueber gott und die welt...solche leute zu treffen, mit denen es nicht immer um smalltalk geht, tut gut...und deshalb machte es mir auch nichts, dass ich am naechsten tag um 7 todmuede aufstehen musste, um zu einem ziemlich entfernten stueck mauer zu fahren, in einem minibus...mongoleirevival, sozusagen. wir marschierten 10 km auf dieser immensen mauer...beeindruckend...schweisstreibend...aber eben fantastisch, denn es waren nur ganz wenige leute dort und meistens waren wir mit manu alleine unterwegs...bei der rueckfahrt verfuhr sich der chauffeur in peking, doch nach einem koestlichen chineseischen mahl schliefen wir seelig ein...heute abend velassen wir die hauptstadt, es geht auf billigen holzsitzen (4. klasse) 10 h richtung pingyao...fortsetzung folgt
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dear english speaking readers...i apologize for not writing much in your tongue...but proportional to the amount of readers it is OK, so there you go. after 2 amazing weeks in mongolia we left these barely inhabited fields and mountains to ariive in china...man, amazing how many people are arround here. well, it is beijing, so very different than the rest of the huge country, i guess. cycling our bikes arround the city with jamie and manu was one of my happiest moments since i left...we also went swimming with some old people in one of the lakes arround the summer palace, fought our way through the chinese chinese tourists in the forbidden city and we hiked the great wall yesterday, in a not very touristic area...7 miles on this amazing world wonder...up and down and up and down and so on. but we get used to the weather...42 degrees celsius and about 90% humidity (brentton knows what i'm talking about)...a climate i dont really enjoy, but the surroundings are so beautiful that it is worth is...and at night you can always cool down arround a few beers, talking to koen and miriam...we have 4 weeks to get to hong-kong, allready over half of our trip is over...we have seen so much, we have met so many people, it is great...saying goodbye is never easy, but soon other people and other places will come...not to replace the ones before, but to be added to the ones before...

Monday, July 18, 2005

feuchtes beijing im quadrat!

nihao zusammen...

ja, wir haben es vollbracht...die fast 9000 km zwischen moskau und peking per zug sind hinter uns und nun sind wir heil in der grossen chinesischen volksrepublik angekommen...und eben das volk ist massiv praesent...peking ist der perfekte kontrast zu den weiten mongoliens...unglaublich. wir sind vor 3 tagen angekommen, nachdem wir durch die gobiwueste getuckert waren, das abteil mit 2 schweizern teilend(nadja und roman seien an dieser stelle gegruesst)...nach einiger hektik fanden wir, in einem traditionellen hutong (alte kleinquartiere mit engen gaesschen) situiert, in einem kleinen chinesischen hotel ein zimmer zu einem jugendherbergenpreis...mit klimaanlage! und das ist kein simples detail, denn wir kochen foermlich...oder besser gesagt verdampfen...die feuchtigkeit ist erdrueckend, die hitze auch...man sieht keine 300 m weit, so trueb ist es...aber schon nach wenigen stunden waren wir bezaubert von dieser stadt...die chinesen spruehen vor lebensfreude, es ist was los in den gassen, von morgens bis abends spaet...gerueche steigen in die nase, einige etwas weniger angenehm als andere, die augen eilen von lampions ueber schilder und kuriositaeten zu den vielen velos...ein gehupe und geschrei, dazwischen verkaeufer oder opas die karten oder schach spielen...und das essen...klasse. ihr seht ich komme nicht mehr aus dem schwaermen, und deshalb ist das leben als waschlappen (ugs. huedeli) auf zwei beinen (jordi sei an dieser stelle gegruesst und theo an mulege erinnert) ertragenswert...in den letzten tagen waren wir im himmelstempel, der von einem riesigen garten umgeben ist... gestern genossen wir auch noch den sommerpalast, wunderschoen...und da uns wieder einmal ziemlich warm war, liessen wir es uns nicht nehmen im kaiserlichen see zu baden, wie so viele alte chinesen...gegenueber dem baikal war das wasser "pisswarm"...aber eben angenehm, um eienen moment die einen umgebende feuchtigkeit als normal zu betrachten. heute schwitzten wir uns durch die verbotene stadt...ein riesen komplex typisch chinesischer architektur, wo einst die kaiser residierten (was fuer ein fremdwort...man koennte meinen mein vater sei deutschlehrer...oder unterstaedtler). die mauer, ja die mauer...die haben wir vom zug aus schon gesehen, soch wir werden sie wohl noch ein wenig naeher betrachten gehen...die abende verbringen wir oft auf einer kleinen terasse, etwas kleines knabbernd und tsingtaobier trinkend...dann ist die stadt in einer ganz anderen stimmung...kleine leuchtschilder ueberall, snackstaende, ambulante bierverkaeufer, drachenfliegenlassende menschenmassen auf dem tien'an'men-platz, das mao-bildnis im hintergrund, lampions etc. diese stadt ist grandios, einfach sehr verschieden von all dem, was ich bis jetzt gesehen hatte...erbsenglace oder baeume mit infusion (!)...wo sieht man denn das schon? wir werden also sicher noch einige tage hier bleiben und uns die spezielle atmosphaere einpraegen...

Tuesday, July 12, 2005

hiking to bodg and craziness of naadam

zurueck in UB, zurueck zur zivilisation...wir pennten eine nacht im UB guesthouse und am naechsten tag gings auf eine zweitageswanderung mit yonatan, einem israeli, den wir am white lake kennengelernt hatten...klasse typ, der mit dem velo unterwegs ist (micha, er hat in mir die lust erweckt, wieder mal radelnd unterwegs zu sein...good times)...ueberwitzig, echt, der typ ist klasse. jeder schwiezer, den er bis jetzt getroffen hat, also auch ich, hat ihm von claude marthaler erzaehlt...wir liefen diskutierend aus der hauptstadt raus, richtung stalinmassaker-memorial und weiter auf den bodg-berg, einer der 4 heiligen berge, die ulan bataar umgeben...es ging ziemlich zur sache, yonatan nach 3 jahren armee topfit, doch manu und ich kamen ganz schoen ins schwitzen...auf dem gipfel war eine dieser buddhistischer gebetsstaette, voller farbiger fahnen und tuecher...wir entschieden uns zum fluss tull runterzuwandern um uns zu erfrischen und das zelt aufzustellen...doch kaum waren wir in der naehe des flusses wurden wir von mosquitos gefressen...so badeten wir eine weile, um die hitze und juckfaktor zu bekaempfen, doch wanderten wieder ein wenig bergaufwaerts um unser lager aufzustellen. lagerfeuer und gitarre, doch die biere hatten wir im fluss vergessen...blaireaux! die nacht zu dritt mit gepaeck in einem 2er-zelt war ziemlich eng, aber wenigstens hatten wir nicht kalt...um 5 zog er los um seinen israelischen freund am bahnhof abzuholen, manu und ich packten unsere sachen gegen 9 uhr...denn es war der erste tag des naadamfestivals, nationalfeiertag der mongolei, die 83 jahre alt wird. wir liefen dem fluss entlang, begleitet von einem etwas angetrunkenen mongolen, der auf meiner gitarre spielte und uns dann ein teller eigeweide anbot, das wir dankend ablehnten...wir kamen ziemlich schnell in die stadt, wo uns ein typ mit klimatisiertem japanischem jeep ohne aufforderung ins zentrum fuehrte...kaum aus dem jeep gestiegen lief uns yonatan ueber den weg, den wir beauftragten naadam-eroeffnungszeremonie-tickets zu besorgen...wir stressten umher um eine uebernachtungsmoeglichkeit zu finden, trafen dabei auf eine nette franzoesin, marjorie...wir erwischten per zufall ein taxi mit stadionparkingbewilligung...hunderte von menschen vor dem stadion, wie yonatan finden? irgenwie fanden wir ihn...mit marjorie sprechend, die wir vorhin gerade kennengelernt hatten! doch des zufalls nicht genug hoppst auf einmal jamie daher, mit seinem ewigen smile auf der birne...so drueckten wir uns durch die menschenmasse ins stadion und schauten uns die zeremonie an, eine nicht sehr gelungene mischung aus tradition und moderne...etwas langweilig...also "spienzelten" (DSA) wir ab und zu hinter uns aus dem stadion, da wir ganz oben standen...und wer steht am imbissstand? mirjam und koen...UB ist klein, unglaublich...soschauten wir zuasammen etwa wrestling und bogenschiessen (zusammen mit pferderennen sind das die 3 disziplinen der "mongolischen olympiade")...die anzuege der wrestler waren ein augenschmaus...unterhose und bauch- und brustfreies oberteil...nach einem sieg der obligatorische adlertanz...koestlich. die hitze (definitiv ~) trieb uns zurueck ins zentrum, wir tranken ein letztes bier zusammen und nahmen abschied...irgendwie werden wir uns sicher in peking ueber den weg laufen...oder sonst wo. manu und ich schnappten uns ein gemuesesandwich, nach so vielem fettigem reis und nudeln und suppe, aber vor allem fleisch, ein traum...die traditionell mongolische kueche ist eben wirklich nicht die abwechslungsreichste...gemuese und fruechte fehlen doch "ein wenig"...am abend gingen wir mit jamie, dem in korea englisch lehrenden ami ryan, yonatan und seinem freund noam an ein oeffentliches konzert von einer art mongolischen patent ochsner...der suche bataar-platz war bombenvoll, alle mongolen sangen mit...danach war noch das klassische kleine feuerwerk...etwas folklore muss doch auch hier sein!